Landkreis Mühldorf - Beim Volksfest ist am Donnerstag "Tag der Landwirtschaft" - da haben wir mal nachgefragt: Wie steht's eigentlich um unsere Bauern?

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"Der Bauer hat einen 365-Tage-Job und wennst in Urlaub willst, wird's erst recht schwer!" Landwirt Otto Baumgarten hat nicht nur mit seinem Hof in Gießen/Polling genug zu tun. Die Sonntage verbringt er am Schreibtisch, außerdem ist er in mehreren Positionen ehrenamtlich engagiert - nicht zuletzt als Kreisobmann des Bauernverbands. "Was uns ganz narrisch macht, is' die Bürokratie. Da weißt bald nicht mehr ein, noch aus", berichtet er uns.
Die Preise für Ferkel sind extrem gefallen, Mast- und Zuchtbetriebe haben darunter ganz schön zu leiden, so Baumgarten. Und da zudem ja die Futterpreise steigen, hat ein Schweinebauer derzeit ein sehr schweres Auskommen. Ein Ferkel geht heuer im Schnitt für 37 Euro weg. Die Rinderzucht steht dagegen ganz gut da.
Die landwirtschaftliche Sozialversicherung sieht einigen Neuerungen entgegen. In Bayern gab's da bisher zwei Organisationen, die für Niederbayern/Oberpfalz und Schwaben (NOS) und die für Franken und Oberbayern (FOB). Die sollen jetzt aber zusammengefasst werden. "Schon wieder so eine bürokratische Neuerung", so Baumgarten. "Weil ob's da einen Beitrag finden, der allen gerecht werden kann, is' fraglich."
Baumgarten ist jetzt seit Jahrzehnten engagiert, sowohl bei der CSU als auch im Kreisbauernverband - im kommenden Jahr will er aber aufhören. "Ich finde, es darf nicht immer der gleiche ein Amt besetzen, da wird man betriebsblind." Und seine Frau freut sich auch, wenn sie ihren Mann auch mal wieder öfter zu Gesicht bekommt, versicherte sie uns.
Da haben wir gleich einen Tip zur Freizeitgestaltung: Ein Besuch auf dem Mühldorfer Volksfest bringt bestimmt eine schöne Abwechslung in den landwirtschaftlichen Alltag - vor allem am Donnerstag, am Tag der Landwirtschaft. Und so war's dann auch: Die Baumgartens mussten schnell nochmal in den Stall, um dann dem Volksfest einen Besuch abzustatten.
ds



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